Familienfeier. In einem Kirchenraum. Auf der Empore, im Rücken der Zuhörer, stehen fünf Schwestern und singen eine Schütz-Motette. Der Vater sitzt unten im Kirchenschiff. Und sagt später seinen Töchtern: „Schön war’s ja; aber wer von euch fünf welche Stimme gesungen hat – das kann ich beim besten Willen nicht unterscheiden.“
An diesem Tag wurde uns bewusst: Es ist schon etwas Außergewöhnliches, fünf Stimmen vereinen zu können, die einander derartig ähneln – wie das eben nur bei Schwestern der Fall sein kann! Bald entstand die Idee, mit diesem homogenen Klangkörper ein eigenes Konzert zu gestalten. Als Schwesternensemble solistisch aufzutreten war ein Wagnis – und wurde belohnt durch gut besuchte Konzerte und sehr viel Spaß an der Sache. Nach dem ersten Konzert im April 2004 war uns klar, dass es weitergehen muss mit schwesterhochfuenf!
Gesungen haben wir zuhause von klein auf. Ausgebildet wurden unsere Stimmen in der Mädchenkantorei am Bamberger Dom. Über Jahre konnten wir dort viel Erfahrung in Konzert- und Gottesdienstgestaltung sammeln, übernahmen solistische Aufgaben im Chor und erhielten eine fundierte Stimmbildung. Nach dem Abitur und Wegzug aus der Heimatstadt Bamberg fand jede von uns, jetzt über Deutschland verstreut, in diversen Chören und bei unterschiedlichen Gesangslehrern musikalische Anregung und Weiterbildung.
Die Gründung des Ensembles Schwesterhochfuenf führt uns nun in regelmäßigen Abständen zusammen. Zu Proben, Konzerten und Aufnahmen treffen wir uns wieder in Bamberg und genießen das gemeinsame Musizieren – und natürlich auch, einfach mal wieder gemeinsam bei unseren Eltern zu sein.
Seit Sommer 2008 kommt unser Coach Stephan Doormann ein, zwei mal im Jahr aus Hannover angereist, um uns auf Konzerte oder zuletzt auf den Deutschen Chorwettbewerb professionell vorzubereiten. Mit seiner großen Erfahrung als Chorleiter weiß er, auf was es ankommt, und erleichtert uns damit die Probenarbeit um ein Vielfaches! Und weil er schon lange zum Freundeskreis der Familie gehört, genießen wir auch die Probenpausen mit ihm.
